Beginnen mit dem „Warum“: Ein Portrait über Simon Sinek

Der britisch-US-amerikanische Autor und Unternehmensberater Simon Sinek erklärt im Portrait warum Apple so erfolgreich ist und was es mit dem „Goldenen Kreis“ auf sich hat.
Warum hat Apple das Smartphone erfolgreich eingeführt und nicht eine andere Firma? Wieso setzte sich Martin Luther King an die Spitze der Bürgerrechtsbewegung, obwohl er nicht der einzige war, der unter denselben Missständen litt? Mit diesen Fragen befasst sich Simon Sinek und hat sich als „Why-Man“ einen Namen gemacht. Ein Portrait.

Viele, ja die meisten Menschen streben in ihrem Leben danach, in irgendeiner Weise erfolgreich zu sein. Einer, der diesem Streben nach Erfolg auf den Grund geht, ist Simon Sinek. Der britisch-US-amerikanische Autor und Unternehmensberater machte dabei nach eigenen Angaben eine Entdeckung: den goldenen Kreis.

Vom „Was“ zum „Warum“

„Viele Menschen wissen, was sie tun“, erklärt er in einem seiner TED-Auftritte und zeichnet einen konzentrischen Kreis.

„Einige wissen, wie sie etwas tun“, fährt Sinek in seinem TED-Vortrag fort und kommt schließlich auf den inneren und kleinsten der drei Kreise zu sprechen. „Aber nur die wenigsten wissen“, betont er, „warum sie das tun, was sie tun“. Und hier liegen seiner Meinung nach die Quintessenz und das Erfolgsrezept dieser kleinen Minderheit. Sinek bezeichnet dieses Modell als „Goldener Kreis“. Auch das menschliche Gehirn sei übrigens ähnlich aufgebaut. In kurzen, verständlichen Sätzen vermittelt der 45-Jährige in diesem und anderen Vorträgen seine Denkansätze dem gespannt zuhörenden Publikum.

[INFO-KASTEN: TED steht für Technology, Entertainment, Design und war ursprünglich eine alljährliche Innovations-Konferenz in Monterey, Kalifornien und ist vor allem bekannt durch die TED-Talks-Website, auf der die besten Vorträge, so auch die von Sinek, als Videos kostenlos ins Netz gestellt werden. Mehr unter: www.ted.com]

„Geschäfte mit Leuten machen, die an das glauben, woran du glaubst“

Als Beispiel für seine Ausführungen nennt er Apple. Die US-amerikanische Firma stelle in seinem Kerngeschäft Computer her − wie viele andere Firmen auch. Doch heute würden die Kunden nicht nur Computer, sondern auch Musikgeräte und andere Produkte von Apple kaufen. Der Schlüssel für den Erfolg der Firma liege in seiner Herangehensweise. „Das Ziel ist nicht, Geschäfte mit allen zu machen, die das brauchen, was du hast. Das Ziel ist, mit den Leuten Geschäfte zu machen, die an das glauben, woran du glaubst“, so Sinek.

Seine Erkenntnisse hat er in mehreren Büchern, die mehrfach prämiert und in viele Sprachen übersetzt wurden, niedergeschrieben. Zuletzt erschien „Leaders eat last“, was so viel bedeutet wie „Gute Chefs essen zuletzt“. Darin beschreibt er, was gute Führungskräfte ausmacht: Chefs, die bereit seien, im übertragenden Sinne als letzte zu essen, würden mit zutiefst loyalen Kollegen belohnt und schafften so konfliktfreie, motivierte und letztlich erfolgreiche Teams.

Es ist lohnenswert, sich den Namen von Simon Sinek zu merken. Menschen wie er besitzen die Gabe, die Welt mit anderen Augen zu betrachten, als die Mehrheit es tut. Deswegen darf man gespannt sein, welche Entdeckungen er noch machen wird.

Weitere Bücher, die aus seiner Feder stammen, tragen die Titel „Why Some Teams Pull Together and Others Don’t“ und „Find Your Why: A Practical Guide for Discovering Purpose for You and Your Team“. Mehr zu seiner Person findet man unter: www.simonsinek.com]